Wussten Sie schon...?

Phase 4 der Bienenfütterung: Starke Winterbienen und effektiver Darmschutz vor der Einwinterung

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Die erfolgreiche Überwinterung eines Bienenvolkes entscheidet sich bereits im August und September. Wenn die Natur aufgrund von Trockenheit oder Trachtmangel eine Pollenlücke aufweist, reicht eine reine Kohlenhydratfütterung mit Invertsirup oder Zuckerwasser nicht mehr aus. Genau hier setzt die Phase 4 der Bienenfütterung an. Sie besteht aus zwei entscheidenden Schritten: dem Aufbau des Fettkörpers durch Eiweiß und dem Schutz des Darmsystems durch Huminsäuren. Nur so bereiten Sie Ihre Völker optimal auf die langen Monate ohne Reinigungsflug vor.

Set für die Phase 4 der Bienenfütterung

1. Schritt: Eiweißteig für einen starken Fettkörper

Das wichtigste Organ der Winterbiene ist der Fettkörper. Er speichert essenzielle Eiweiße (Vitellogenin) und fungiert als biologischer "Jungbrunnen" und starkes Immunsystem für die langen Wintermonate. Wenn im Spätsommer kein Pollen mehr eingetragen wird, können die frisch schlüpfenden Bienen diesen lebenswichtigen Speicher nicht aufbauen. Sie bleiben physiologisch Kurzzeit-Sommerbienen und überleben den Winter nicht.

Eiweißteig für Bienen zum Aufbau des Fettkörpers

Die Lösung für dieses Problem ist die rechtzeitige Gabe von proteinreichem Futterteig (wie unserem Alvarium Vita Protein). Wichtig ist dabei die richtige Arbeitsteilung im Bienenvolk:

• Die Einlagerung und Verarbeitung des flüssigen Futters (Invertsirup) sollte unbedingt noch von den alten Sommerbienen übernommen werden, damit sich die langlebigen Winterbienen nicht abarbeiten.
• Die schlüpfenden Winterbienen konzentrieren sich stattdessen rein auf die Aufnahme von Eiweißteig, um ihr Vitellogenin-Depot zu maximieren und unbeschadet in die Wintertraube zu gehen.

2. Schritt: Huminsäuren als Schutzschild gegen Nosemose und Ruhr

Nachdem die Sommerbienen das Winterfutter verarbeitet und eingelagert haben, ist ihr Darmsystem extrem belastet. Wenn Bienen mit einem derart gereizten Verdauungstrakt in die Winterruhe gehen, ist die Gefahr von Ruhr (Kotflecken auf den Waben und Rähmchen) sowie Nosemose sehr hoch. Sporen (wie Nosema apis und Nosema ceranae) warten nur auf eine geschwächte Darmflora.

Bienenfutterteig mit Huminsäuren als Darmschutz

Hier kommt der zweite Teil der Phase 4 zum Einsatz: Futterteig angereichert mit Huminsäuren (wie der Apivet H). Diese natürlichen Verbindungen wirken rein physikalisch und biologisch im Bienenkörper:

pH-Wert Senkung: Huminsäuren säuern das Milieu im Darmtrakt der Biene auf natürliche Weise an. Da pathogene Erreger ein neutrales bis leicht basisches Milieu bevorzugen, wird ihnen die Lebensgrundlage entzogen.
Mechanischer Schutzfilm: Die großen Moleküle der Huminsäuren bilden eine undurchdringliche Barriere an der Darmschleimhaut. Erreger können sich so nicht in die Epithelzellen einbohren.
Entgiftung: Huminsäuren binden Toxine und schädliche Stoffwechselprodukte wie ein Schwamm, sodass die Bienen diese vor dem Winter einfach ausscheiden können.
Stabilisierung: Der Verdauungstrakt der Bienen wird beruhigt und perfekt stabilisiert. Dies ist unerlässlich, wenn wochen- oder monatelang kein rettender Reinigungsflug möglich ist.

Fazit für Ihre Imkerei

Die 4. Phase der Bienenfütterung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit bei kritischer Pollenversorgung im Spätsommer. Mit dem richtigen Eiweißteig sichern Sie die physiologische Entwicklung der Winterbienen und mit Huminsäuren in Apivet H legen Sie einen schützenden Film über ihren Verdauungstrakt. Das Ergebnis sind vitale, gesunde und langlebige Völker, die im Frühjahr zügig und stark in die neue Brutsaison starten. Entdecken Sie jetzt unser komplettes Sortiment an Futterteigen für Bienen und bereiten Sie Ihre Völker optimal auf den Winter vor.

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