Sommerliche Trachtlücke: Warum die Zufütterung mit Invertzucker und natürlichen Säuren entscheidend ist
Sommerliche Trachtlücke: Warum die Zufütterung mit Invertzucker und natürlichen Säuren entscheidend ist
Der Sommer scheint für Bienen auf den ersten Blick eine Zeit des Überflusses zu sein, doch aus Sicht des Imkers sind Juli und August oft sehr anspruchsvolle Monate. Die Kombination aus hohen Temperaturen und ausgetrockneter Natur führt zur sogenannten sommerlichen Trachtlücke. Der Eintrag von frischem Nektar sinkt auf ein Minimum, und das Bienenvolk muss auf die eigenen Futterreserven zurückgreifen.
Hält dieser Zustand länger an, schränkt die Königin natürlicherweise die Bruttätigkeit ein, um Ressourcen zu schonen. Genau in dieser Zeit müssen jedoch die langlebigen Winterbienen schlüpfen. Um eine kontinuierliche Volksentwicklung und eine gute Kondition des Bienenvolkes aufrechtzuerhalten, ist ein rechtzeitiges und richtig gewähltes Einfüttern (Reizfütterung) unerlässlich.
Warum ist herkömmliches Zuckerwasser bei Sommerhitze eine Belastung?
Viele Imker verwenden für die sommerliche Reizfütterung klassischen Zuckersirup (Zuckerwasser). Aus technischer und physiologischer Sicht bringt dies jedoch bei Hitze zwei wesentliche Nachteile mit sich:
• Energieaufwand und notwendige Kühlung: Die Verarbeitung von Kristallzucker erfordert eine enzymatische Aufspaltung und das Verdampfen (Eindicken) einer großen Menge Wasser. Im Bienenstock steigen dadurch Luftfeuchtigkeit und Temperatur rapide an, was die Bienen zwingt, zusätzliche Energie für das Kühlen und Fächeln aufzuwenden. Invertzuckersirup (wie beispielsweise die Apivet-Reihe) ist bereits aufgespalten. Die Bienen lagern ihn wesentlich schneller und mit minimalem Aufwand ein und schonen so ihre Kräfte.
• Erhöhtes Risiko von Räuberei: Zuckerwasser hinterlässt eine starke Duftspur. In einer trachtlosen Zeit kann dies sehr schnell fremde Spurbienen anlocken und Suchverhalten auslösen, das nicht selten in einer massiven Räuberei endet. Invertfuttermittel sind in dieser Hinsicht deutlich sicherer, da sie keinen derart starken Reiz zur Futtersuche auslösen.
Apivet H: Schutzschild für den Verdauungstrakt bei viralem Druck
Der Sommer ist die Zeit, in der die Population der Varroamilbe natürlicherweise ihren Höhepunkt erreicht. Die Varroa fungiert als Hauptüberträger viraler Infektionen (wie z. B. des Flügeldeformationsvirus / DWV). Ein durch Hitze und Futtermangel geschwächtes Bienenvolk ist deutlich anfälliger für diese Erreger.
Die Lösung für die sommerliche Zufütterung ist der Invertzuckersirup Apivet H. Dieses Futter ist mit natürlichen Huminsäuren angereichert. Gemäß den futtermittelrechtlichen Richtlinien dienen diese großen Moleküle der Unterstützung: Sie bilden einen schützenden Film auf der Schleimhaut des Verdauungstrakts. Sie können sich an die Proteinhüllen von Erregern binden und erschweren so deren Eindringen in die Bienen-Zellen. Gleichzeitig tragen sie zur Stabilisierung der Darmflora bei, was die Anfälligkeit des Volkes für die Entwicklung einer Nosemose mindert.
Apivet F: Unterstützung bei der Entgiftung (Detox)
Während der Frühjahrs- und Sommertracht – beispielsweise aus Raps oder Sonnenblumen – gelangen auch Spuren von Rückständen aus landwirtschaftlichen Spritzmitteln in den Bienenstock. Diese Stoffe belasten den Organismus der Biene unnötig.
Zur Unterstützung der inneren Reinigung empfiehlt sich das Invertfutter Apivet F, das Fulvinsäuren (Fulvosäuren) enthält. Im Gegensatz zu Huminsäuren weisen diese eine wesentlich geringere Molekülmasse auf und können direkt in die Zellen eindringen. Im Körper der Biene fungieren sie als hervorragende natürliche Chelatbildner – sie binden Fremdstoffe und Schwermetalle an sich und erleichtern deren Ausscheidung aus dem Organismus. Dieser Prozess entlastet den Fettkörper der Biene enorm.
Die PLUS-Versionen: Förderung der Bruttätigkeit und Aufbau des Fettkörpers
Wenn die Trachtlücke lange andauert und das Volk sichtbar geschwächt ist, reicht die bloße Zufuhr von Kohlenhydraten oft nicht aus. Damit die Königin nicht aus der Brut geht, benötigen die Bienen auch Proteine.
In einer solchen Situation sind die Futtermittel Apivet H Plus oder Apivet F Plus die ideale Wahl. Sie enthalten neben den natürlichen Säuren einen Komplex aus Vitaminen und vor allem essenziellen Aminosäuren.
• Aminosäuren kompensieren teilweise das Fehlen von frischem Pollen in der Natur.
• Die Königin erhält einen Reiz (Stimulus), der eine kontinuierliche Bruttätigkeit aufrechterhält.
• Für die sich entwickelnden Winterbienen sind diese Stoffe ein unverzichtbarer Baustein für die optimale Ausbildung des Fettkörpers, der ihre wichtigste Nährstoffreserve für eine erfolgreiche Überwinterung darstellt.
Das rechtzeitige Zufüttern im Sommer ist nicht nur ein mechanisches Auffüllen von Futterreserven. Es ist eine direkte Investition in die Gesundheit, eine starke Abwehrkraft und eine vitale Wintergeneration, auf der der Erfolg Ihrer Imkerei in der nächsten Saison aufbaut.